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Königsmoor

Versunkener Bagger

Chronologische Zusammenfassung der Ereignisse:

13. Februar 2013: Im Königsmoor wird derzeit mit Hochdruck die Vernässung der Flächen vorangetrieben. Vier Maschinen hat Lohnunternehmer Thies Buhmann hier im Einsatz, um den Auftrag der Stiftung Naturschutz abzuarbeiten. Noch immer dabei: Big Float, der vor fünf Wochen georderte Schwimmbagger aus Hamburg. Auch der versunkene Bagger, den die Mitarbeiter alle liebevoll "Oma" nennen, ist seit dem 4. Februar wieder in Christiansholm im Einsatz. Gut zwei Kilometer Damm müssen noch aufgeschüttet werden. Außerdem muss der Vorfluter des Sielverbandes noch verlegt werden. Wenn alles nach Plan läuft, dürfte der Auftrag Anfang März abgearbeitet sein. 11. Januar: Knallende Sektkorken und Riesenjubel im Königsmoor. Das unfreiwillige Moorbad von Bagger „Oma“ hat ein Ende. Mit großem Materialeinsatz ist die Bergung am Nachmittag geglückt. Lohnunternehmer Thies Buhmann aus St. Michaelisdonn sitzt lächelnd im Führerhaus der 19 Jahre alten Baumaschine. Mit einer hinter einem Traktor befestigten Seilwinde wird das Gerät über eine selbst konstruierte Rampe aus Spundwänden, Stahlplatten und Holzbohlen herausgezogen. Um 14.20 Uhr steht der Bagger auf der sicheren Plattform. „Ein bewegender Moment“, sagt Thies Buhmann. Die Mitarbeiter des Unternehmens umarmen sich. Sektflaschen werden geöffnet. Die Freude über die geglückte Operation ist riesengroß. „Das ist wie Weihnachten und Ostern an einem Tag“, freut sich Bauarbeiter Klaus Kühl. Das älteste Gefährt im Fuhrpark des Unternehmens, von allen liebevoll „Oma“ genannt, ist wieder einsatzbereit. Aber erst einmal kommt der Bagger zwecks Überprüfung in die Werkstatt. Die Rettungsaktion hat den ganzen Tag über viele Bagger-Touristen nach Christiansholm gelockt. Aus dem ganzen Land sind Schaulustige angereist, um die Bergung hautnah mitzuerleben. Feuerwehr und Polizei haben den Bereich großräumig abgesperrt. Doch drei Kilometer Fußmarsch schrecken die wenigsten ab. Dennoch gibt es unangenehme Momente. „Von einigen werden wir hier sogar noch beschimpft“, sagt Wehrführer Sönke Delfs kopfschüttelnd. „Einige wären am liebsten mit ihrem Auto direkt zum Bagger gefahren.“ Doch das alles ist nach der geglückten Aktion vergessen. Vier Wochen haben die Arbeiter geackert, um ihre Maschine zu befreien. Jetzt freuen sie sich auf eine zünftige Bagger-Fete. Aber schon in der kommenden Woche ruft der Alltag den Lohnunternehmer Thies Buhmann wieder ins Königsmoor. Der Auftrag der Stiftung Naturschutz muss weiter abgearbeitet werden. Bis März sind noch 5000 Meter Dämme aufzuschütten und Gräben zu verfüllen, um eine Fläche von 76 Hektar zu vernässen. Aber jetzt hat der Dithmarscher auf eine sichere Variante gesetzt. Mit dem gestern eingetroffenen Schwimmbagger soll die Maßnahme beendet werden. 10. Januar: Von den Rettern ist der im Königsmoor versunkene Bagger auf den Namen „Oma“ getauft worden. Vor vier Wochen versackte die Baumaschine in der Nähe von Christiansholm und ist mittlerweile ein Medienstar. Der NDR installierte eine Internetkamera, damit das Geschehen weltweit verfolgt werden kann. Seit Jahresbeginn wird täglich im Schleswig-Holstein Magazin aus Christiansholm berichtet. Auch Redakteure der BILD- Zeitung wagten sich an das Objekt heran und titelten: „AU BACKE(R)! 23-Tonnen-Koloss versinkt im Moor“. Am Mittwoch gab Stefan Raab dem „Ereignis des Jahres“ in seiner Sendung TV total auf Pro Sieben breiten Raum und gab ironische Tipps: Die Maschine sollten die Christiansholmer als Touristenattraktion im Moor lassen, dann werde der Bagger bald so berühmt wie der schiefe Turm von Pisa. Raab regte den Bau eines Hotels an. „Aber dafür benötigt man doch einen Bagger, oder?“ Das Satire-Magazin Extra3 gab mit Hinweis auf die NDR-Kamera den Tipp: „So ihr Horden von Baggerkiekern, ab nach Hause vor eure Rechner.“ Und gestern machten sich TV- Teams von Sat.1 und RTL auf den Weg ins Königsmoor. Ungeachtet dessen ist „Oma“ freigelegt worden. Der weiche Grund bereitet aber Schwierigkeiten. Das Moor drückt mit enormer Kraft gegen die Spundwände. Eine heikle Angelegenheit für die Arbeiter, die nun hoffen können, dass die Bergungsaktion bald ein Ende hat. Am späten Abend erreicht ein Schwertransport die Gemeinde Christiansholm. Der Schwimmbagger “Big Float” ist eingetroffen. Einiges deutet nun auf einen Bergungsversuch am nächsten Tag hin. 9. Januar 2013: Der Bereich des Unglücksortes ist nun großräumig abgesperrt worden. Die Straße, die zum versunkenen Bagger führt, ist bereits drei Kilometer vor der Baustelle abgesperrt worden. In den vergangenen Tagen behinderten immer wieder Schaulustige mit ihren Fahrzeugen die Bergungsarbeiten. Einige Bagger-Touristen haben sich mit ihren Autos sogar schon in den Banketten festgefahren. Unfassbar, wie unvernünftig einige sind. 8. Januar 2013: Das Warten auf den Schwimmbagger aus den Niederlanden hat ein Ende. Das Gerät wird im Ausland noch einige Tage länger benötigt. Zeit, die der Unternehmer Thies Buhmann nicht mehr hat. Derweil ist jedoch ein Schwimmbagger in Hamburg frei geworden. Dieses Exemplar soll jetzt nach Christiansholm kommen. Derzeit sind aber noch diverse organisatorische Schritte notwendig, damit die Fahrt Richtung Schleswig-Holstein starten kann. Allerdings gehen die Bergungsvorbereitungen am Unglücksort weiter. Spundwände werden nun von den holländischen Mitarbeitern der Firma "Gebrüder Olieman"  in den Boden gerammt. Die Experten kommen aus Reeuwijk - Südholland. Die Mitarbeiter sind bereits seit heute Früh im Einsatz - trotz Dunkelheit. Mit dem grellen Scheinwerferlicht der Maschinen haben sie sich einigermaßen gute Sicht verschafft, um im Moor arbeiten zu können. Sie haben sich eine Plattform im Moor gebaut, auf der sie mit ihrem Bagger einen sicheren Stand haben. Die Maschine steht nun nur noch knapp einen Meter vom versunkenen Bagger entfernt. Die Arbeiten gehen also gut voran. Thies Buhmann ist deshalb auch optimistisch, dass die Bergung in den kommenden Tagen starten kann. 7. Januar 2013: Die Vorbereitungen zur Bergung des Baggers im Königsmoor verzögern sich. Eigentlich hätte heute der Spezialbagger mit Schwimmpontons aus den Niederlanden eintreffen sollen. Dieser wird nun wohl erst mit mindestens einen Tag Verspätung eintreffen. Gegen Mittag kam allerdings schon Peter Vermeulen, Technischer Leiter des holländischen Unternehmens, nach Christiansholm. Einen weiteren Bagger hat er mitgebracht - außerdem noch einen Lkw voll beladen mit Spundwänden. Am Nachmittag sind dann die ersten Spundwände rund um den versunkenen Bagger in den Boden gerammt worden. Wer sich live informieren möchte wird gebeten, das Angebot der NDR-Bagger-Cam zu nutzen. 5. Januar 2013: Leider bietet die Webcam, bedingt durch Regentropfen, keine guten Sichtverhältnisse. Zwischenzeitlich ist die Feuchtigkeit noch einmal von der Kamera abgewischt worden, aber nach einigen Stunden ist die Sicht schon wieder etwas schlechter. Hinzu kommt der Nebel im Königsmoor, der ohnehin keine guten Sichtverhältnisse garantiert. Thies Buhmann ist bis zum Nachmittag mit seinen Mitarbeitern weiter damit beschäftigt, Stahlplatten in Richtung des versunkenen Baggers zu verlegen. Auf dieser mobilen Straße sollen sich die Bergungsfahrzeuge in der kommenden Woche einigermaßen sicher fortbewegen können. Am morgigen Sonntag, 6. Januar, ist an der Unglücksstelle Ruhetag. Die Arbeiten werden nicht fortgesetzt. Es wird weiter darum gebeten, keine Sensationsfahrten mit Fahrzeugen ins Moor zu unternehmen. Fahrzeuge fahren die Banketten kaputt. Manche scheinen zudem völlig den Verstand abgeschaltet zu haben, und meinen, mit ihrem Auto mitten auf dem Feldweg parken zu können. Für die Unbelehrbaren sei hier der Hinweis gegeben, ab sofort werden die Kennzeichen notiert, es werden Fotos gemacht und zur weiteren Bearbeitung an die Polizei weitergeleitet. 4. Januar 2013: Das Interesse in der Bevölkerung an den versunkenen Bagger im Königsmoor reißt nicht ab. Die Besucherzahlen auf dieser Internetseite steigen immer stärker an. Zum Vergleich: Im Oktober 2012 waren es insgesamt 837 Besucher. Im November 2012 kletterte der Wert auf 1127. Aber unmittelbar nach dem Unglück am 14. Dezember im Königsmoor und der darauffolgenden Berichterstattung auf dieser Internetseite schossen die Klickzahlen in die Höhe. Vor allem die im Youtube- Kanal veröffentlichten Videos wurden seitdem mehr als 10.000 Mal angeklickt. Während der ersten drei Januartage kletterte die Besucherzahl bereits auf einen Wert von 1110. Das ist schon fast so viel wie im gesamten Monat November 2012. Es ist also festzustellen, das Interesse an Informationen ist ungebrochen. Daher wird hier auch weiter über den Fortschritt der Bergungsarbeiten berichtet. Weitere Infos sind zumdem auf der Facebook-Seite von Christiansholm zu bekommen. Auch in den Medien wird weiter über die Arbeiten im Königsmoor berichtet. Unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr Christiansholm hat der NDR am Nachmittag eine Webcam in der Nähe des versunkenen Baggers installiert. Aber auch heute folgt wieder der Appell: Bitte kommt nicht mit Fahrzeugen ins Königsmoor. Die Feldwege und Banketten werden beschädigt. Es besteht auf der schmalen Straße keine Ausweichmöglichkeit bei Gegenverkehr. Zudem würden parkende Autos die Bergungsarbeiten behindern, vor allem weil immer wieder große Geräte (Traktoren, Bagger oder Tieflader) zum Gelände und vom Gelände weg müssen. Der Bereich wird zudem abgesperrt sein. 3. Januar 2013: Bereits am frühen Vormittag sind die Mitarbeiter der Firma Buhmann aus St. Michaelisdonn im Königsmoor im Einsatz. Sie sind derzeit damit beschäftigt, Gräben in dem Gelände anzulegen, um das Wasser vom versunkenen Bagger abzuleiten. Thies Buhmann hat den Spezialbagger mit Schwimmpontons aus den Niederlanden für die kommende Woche geordert. Bis dahin muss die Zeit für Vorarbeiten genutzt werden. Der Bagger soll für die Bergung auf einer Fläche von acht mal neun Metern freigegraben werden. Spundwände, die rundherum bis zu sechs Meter tief in den Boden gerammt werden, sollen für ein Abrutschen des Moores sorgen. Über eine Rampe soll der Bagger dann mit mehreren Seilwinden herausgezogen werden. Mit der eigentlichen Bergungsaktion rechnet Thies Buhmann allerdings erst Ende kommender Woche. Leider sind immer noch viele Schaulustige zum Unglücksort unterwegs. Die Gemeinde Christiansholm und Thies Buhmann appellieren noch einmal ausdrücklich, sich nicht auf den Weg ins Königsmoor zu machen. Parkende Fahrzeuge behindern die Bergungsarbeiten. Außerdem ist die Straße sehr eng - es bestehen keine Ausweichmöglichkeiten bei Gegenverkehr. 2. Januar 2013: Die Bergungsarbeiten gehen weiter. Ein Spezialbagger mit Schwimmpontons aus den Niederlanden soll ins Königsmoor kommen, um den versunkenen Bagger von Unternehmer Thies Buhmann zu bergen. Zunächst muss der Bagger komplett freigegraben werden. Dann wird mit Hilfe einer Stahlkonstruktion eine Rampe gebaut, auf die der Bagger wie ein Schlitten aus dem Morast gezogen werden soll. Derzeit sind die Mitarbeiter des Unternehmens mit den Vorbereitungen beschäftigt. Die Bergung selbst wird vermutlich erst in der kommenden Woche starten. Derzeit entwickelt sich der Bagger immer mehr zu einem Magnet für Schaulustige. Aus dem ganzen Land kommen Menschen ins Königsmoor gefahren, um sich die Sensation anzusehen. Für die ohnehin schlecht ausgebauten Feldwege ist das eine zusätzliche Belastung. Zudem werden die Banketten zerstört, weil es auf den Strecken bei Gegenverkehr kaum Ausweichmöglichkeiten gibt. Die Gemeinde Christiansholm und das Unternehmen Thies Buhmann appellieren deshalb an die Vernunft der Menschen, die Bergungsarbeiten nicht zu behindern. Der Gefahrenbereich soll nun für Fahrzeuge weiträumig abgesperrt werden. Wer sich informieren möchte, wird auf dieser Internetseite vieles zur Bergungsaktion erfahren: Bilder, Videos und laufend neue Informationen. 1. Januar 2013: Viele Schaulustige nutzten gleich den ersten Tag des Jahres, um sich den versunkenen Bagger im Königsmoor anzusehen. Autos mit Kennzeichen RD, SL, NF und HEI kurven über die Feldwege, um möglichst nah an das Exemplar heranzukommen. Leider sind auch die Absperrung weggeräumt und die Betonpoller zur Seite geschoben worden. Am Unglücksort selbst wurde in den vergangenen Tagen ein Warnschild gestohlen. Das sind leider die negativen Nachrichten. Wann die Bergungsarbeiten fortgesetzt werden ist derzeit nicht bekannt. 21.Dezember 2012: An der Unglücksstelle ist es ruhig geworden. Lediglich die Pumpen laufen noch, um das Wasser vom versunkenen Bagger wegzuschaffen. Das Betreten des Geländes ist verboten. Es besteht Lebensgefahr. Ein falscher Schritt genügt, und man versackt im tükischen Morast. Die Bergungsarbeiten sollen Anfang Januar fortgesetzt werden. 20. Dezember 2012: Seit mittlerweile sechs Tagen steckt ein Bagger von der Firma Thies Buhmann im Königsmoor fest. Eine Rettungsaktion an Vortag hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Im Gegenteil. Der Bagger konnte einige Meter gezogen werden, nun steckt er aber noch tiefer und noch fester im Moor. Wann die nächste Rettungsaktion geplant ist, steht nicht fest. Ein Redaktionsteam des NDR ist gegen Mittag an der Einsatzstelle, um zu filmen. 19. Dezember: Sechs Mitarbeiter der Firma Thies Buhmann aus St. Michaelisdonn (Dithmarschen) sind am Vormittag damit beschäftigt, alles für die Bergung des versunkenen 21-Tonnen-Baggers vorzubereiten. Gegen 12.30 Uhr werden die Seile gespannt. Aber der Versuch, den Koloss aus dem Moor zu ziehen, scheitert. Das Seil reißt. Gut eine Stunde später folgt der zweite Versuch, aber auch hier haben die Männer kein Glück. Jetzt müssen neue Lösungsvarianten ausgetüftelt werden, aber zunächst müssen die drei Bagger und zwei Traktoren vom butterweichen Untergrund in Sicherheit gebracht werden, ansonsten versinkt dort im Moor das nächste Gefährt! 18. Dezember 2012: Die Bergungsarbeiten des Baggers im Königsmoor laufen auf Hochtouren. Derzeit sind die Arbeiter damit beschäftigt, eine Straße aus Stahlplatten in die Fläche zu verlegen, um besser in die Nähe des versunkenen Baggers zu gelangen. Mit einer Seilwinde soll das Gefährt herausgezogen werden. Ob das klappt? Wir wollen es hoffen und drücken die Daumen, dass alles gut geht. 16. Dezember 2012:  Das Unglück des versunkenen Baggers hat sich herumgesprochen. Am Sonntag, 16. Dezember, pilgeren diverse Schaulustige entlang des 2. Sandweges, um das Schauspiel zu beobachten. 14. Dezember 2012: Im Herbst hatte es den Startschuss für die Renaturierung des Königsmoores gegeben (2. Bauabschnitt). Die zuständige Stiftung Naturschutz (Eigentümerin der Flächen) hatte den Auftrag nach einer Ausschreibung  zunächst an die Firma Rüchel & Plöhn aus Holzbunge vergeben. Das feuchte Moor hat der beauftragten Firma allerdings einige Probleme bereitet. Nach kurzer Zeit ruhte die Arbeit. Das Bauen der Dämme gestaltet sich schwieriger, als von manch einen angenommen. Mittlerweile ist das Unternehmen Thies Buhmann aus St. Michaelisdonn (Dithmarschen) von der Stiftung Naturschutz mit den Arbeiten beauftragt worden. Am Freitagnachmittag hat ein Mitarbeiter der Firma einen der Bagger im Moor versenkt. Die Umstände des Unglücks sind bislang nicht bekannt. Hier geht es zur Intenetseite des Unternehmers: Lohnunternehmen Buhmann
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