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Heide- und Moorkolonisation

In den Jahren 1760 bis 1765 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt dünn besiedelten Heide- und Moorregionen auf der schleswig-holsteinischen Geest und im dänischen Jütland kolonialisiert. König Friedrich V. von Dänemark, der das Projekt unterstützte, war auch Landesherr von Schleswig-Holstein. In erster Linie sollten Steuerzahler ins Land gelockt werden, um das stehende Heer des absolutistischen Herrschers zu finanzieren.

Der dänische König hatte den Einwanderern zwar nicht mehr zu bieten als andere Nationen, aber er regierte über ein friedliches Land. So zogen mehr als 4000 Menschen aus den vom Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) verheerten Süddeutschland in den Norden. Doch die Kultivierung der Ödflächen gestaltete sich schwieriger als es sich manch einer vorgestellt haben mag. Das Projekt entwickelte sich zu einem Desaster und wurde 1765 eingestellt. Von den 4000 Siedlern blieben lediglich 600 übrig.

1761 waren in den damaligen Ämtern Gottorf und Flensburg 47 Kolonistendörfer gegründet worden. Dazu zählten auch die Gebiete des Königsmoores und des Hartshoper Moores. Etwa 600 einheimische Tagelöhner hatten dort ein 18 Kilometer umfassendes Netz von tiefen Kanälen angelegt. So entstand eine Fläche von mehr als 2500 Hektar für die angeworbenen Siedler. Viel mehr war jedoch nicht vorbereitet. So mussten die ersten Kolonisten zunächst bei Einheimischen in den umliegenden Dörfern einquartiert werden. Vereinzelt zogen Siedler aber auch ins Moor und wohnten in Erdhütten aus Torfsoden, um auf den ihnen zugelosten Stellen mit der Bearbeitung des Bodens zu beginnen. Zu jedem Stück Land gehörte ein Haus und ein Garten. Jede Familie erhielt ein Ochsengespann, eine Kuh, zwei Schafe und Futter bis zur ersten Ernte. Außerdem gab es eine Egge, einen Spaten und eine Hacke sowie Saatgut. Zum Bau der Kolonistenhäuser entstanden in der Region neue Ziegeleien. Beim Bau der Häuser jedoch wurde viel gefuscht, sodass einige bereits 1762 zusammenbrachen.

Um die Treue zum dänischen König und seiner Familie auszudrücken, erhielten die ersten Kolonien entsprechende Namen. Entweder wurden sie nach dem König Friedrich V. (wie zum Beispiel Königshügel, Friedrichswiese und Friedrichsholm), seiner Frau (Julianenebene), seiner Tochter (Sophienhamm) oder seinem Sohn (Christiansholm, Prinzenmoor) benannt. Christiansholm wurde 1761 erstmals besiedelt.

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